“A Quiet World” – Workshop zur Erforschung von Technologien zur Vermeidung von sensorischer Überlastung.

Wir suchen derzeit noch Teilnehmende! Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Lea Strauch, lea strauch does-not-exist.student kit edu.

Wir möchten in einem Workshop mit Ihnen herausfinden, welche Technologien und Tools Sie bei sensorischer Regulierung unterstützen könnten. Mit „sensorischer Regulierung“ meinen wir, wie Sie sich im Fall von potentieller sensorischer Überlastung (eng. sensory overload) verhalten, um Ihr Wohlbefinden zu erhalten oder wiederherzustellen. Beispiele für sensorische Regulierung sind: Noise-Cancelling-Kopfhörer aufsetzen, wenn es belastend laut ist, oder das Licht dimmen, wenn es zu grell ist. Es können auch andere Sinne betroffen sein, z. B. der Geruchssinn, Tastsinn, Temperatursinn oder Mischungen von mehreren Sinneseindrücken.

Unser Fokus liegt auf den Erfahrungen von Menschen, die im Alltag von sensorischer Überlastung betroffen sind, z. B. aufgrund von einer Behinderung oder chronischen Erkrankung, die dazu führt, dass Sie Sinneseindrücke besonders belasten können. Wir möchten im Workshop mit Ihnen gemeinsam überlegen, wie Technologien Ihnen in diesem Kontext helfen und welche Möglichkeiten es noch geben könnte, damit Technologien Ihnen besser helfen können.

Der Workshop kann entweder in einer Gruppe mit maximal 5 Personen oder als Einzelgespräch stattfinden. Beide Varianten sind moderiert und es findet ein Austausch zwischen den Teilnehmenden bzw. mit der Moderatorin statt. Sie können am Workshop entweder vor Ort in Karlsruhe oder online teilnehmen. Die Räumlichkeiten im Gebäude in Karlsruhe sind barrierefrei zugänglich über einen Aufzug. Es ist außerdem ein Ruheraum vorhanden, in den sich Teilnehmende während des Workshops zurückziehen können. Alle Fragen zum Format, klären Sie in der Anmeldung per Mail an lea.strauch∂student.kit.edu.

Inhaltlich soll es nicht darum gehen, bereits existierende Technologien zu evaluieren, sondern zu schauen, wie Technologien und Tools, die sich an Ihren Bedürfnissen orientieren, zukünftig aussehen könnten. Der Ablauf ist wie folgt:

  • Wir sammeln gemeinsam Szenarien, in denen starke sensorische Einflüsse vorkommen. Dies geschieht im Austausch mit der Gruppe oder Moderatorin.
  • Anhand eines Szenarios überlegen Sie sich, was Ihre sensorischen Bedürfnisse in diesem sind, und was für Technologien oder Tools Ihnen einfallen, die diese unterstützen können. Hier arbeiten Sie alleine, oder (wenn Sie möchten) in Austausch mit anderen Teilnehmenden.
  • Wir besprechen gemeinsam, welche Ideen Ihnen gekommen sind. Dies geschieht wieder im Austausch mit Gruppe oder Moderatorin.

Wir möchten damit Sichtweisen von Ihnen als Zielgruppe erfahren und neue Ansätze finden, Zukunftstechnologien zu gestalten, die sich an Ihren Präferenzen orientieren sowie Grenzen zu finden, an denen sich unsere derzeitige Welt weiterentwickeln muss.

Anmeldung und Terminfindung per Mail an Lea Strauch, lea strauch does-not-exist.student kit edu.

Was Sie erwartet:

  • Ca. 120 Minuten Workshop, inkl. Briefing, Pause und Debriefing – weitere Pausen können Teilnehmende ihren eigenen Bedürfnissen nach frei nehmen
  • entweder in einer Gruppe (max. 5 Personen) oder in Einzel-Session
  • vor Ort in Karlsruhe oder Online
  • Sie können gerne mit einer Assistenz- oder Bezugsperson an der Studie teilnehmen.
  • Der Szenario-Teil des Workshops wird aufgenommen und später transkribiert und pseudonymisiert. Die Aufzeichnungen, Transkripte und Notizen werden auf gesicherten Servern aufbewahrt und nach Abschluss der Auswertung gelöscht. Bei der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse wird kein Rückschluss auf Ihre Person möglich sein.
  • 30€ Aufwandsentschädigung per Banküberweisung für Personen mit Meldeadresse und Bankverbindung in der EU (für Personen außerhalb der EU nicht möglich)

Teilnahmebedingungen:

  • Sie sind über 18 Jahre alt.
  • Sie haben persönliche Erfahrung mit sensorischer Überlastung (engl. sensory overload).
  • Sie haben eine Behinderung oder eine chronische Erkrankung, die Ihre sensorische Wahrnehmung der Welt beeinflusst. Dies umfasst beispielsweise auch Neurodivergenz, z. B. Autismus oder ADHS. Eine offizielle Diagnose ist nicht erforderlich. Wenn Sie Fragen haben oder unsicher sind, ob die Teilnahme für Sie infrage kommt, melden Sie sich gerne.
  • Sie verfügen über sehr gute Deutsch- oder Englischkenntnisse.
  • Sie sind bereit, an einer per Video aufgezeichneten Workshop-Session teilzunehmen.

Bei Interesse, Bedenken oder Fragen senden Sie gerne eine Mail an Lea Strauch, lea strauch does-not-exist.student kit edu.

Weitere Informationen:

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