Realweltbewusstsein während der Immersion

Link zur Studie: https://doi.org/10.1145/3663547.3759752
Beschreibung:
VR-Systeme blenden die reale Umgebung aus, um Nutzende in virtuelle Umgebungen zu versetzen; erst beim Verlassen eines definierten Spielbereichs wird die reale Welt wieder eingeblendet. Ein Bewusstsein für die eigene Umgebung kann jedoch die Sicherheit bei der Nutzung von VR erhöhen – eine Funktion, die bislang nicht verfügbar ist, aber beispielsweise von Personen mit Mobilitätseinschränkungen gewünscht wird. In diesem Projekt implementierten wir zwei unterschiedliche Strategien zur Erhöhung der Realweltwahrnehmung: 1) das Anzeigen von Platzhaltern für reale Objekte in der virtuellen Welt (Anchor-Modus) und 2) das Einblenden der realen Welt unterhalb eines einstellbaren Horizonts (Gradient-Passthrough-Modus).
Designansatz:
Wir entwickelten unsere Ansätze zur Steigerung der Aufmerksamkeit für die reale Umgebung auf Grundlage von Literaturbefunden sowie Expert*innengesprächen mit zwei Personen mit Mobilitätseinschränkungen. Eine der beteiligten Personen evaluierte die beiden Modi nach der Implementierung in unserem VR-Labor.
Auswirkungen auf das VR-Erlebnis:
Durch Ansätze, die die Wahrnehmung der realen Umgebung erhöhen, können Nutzende beispielsweise ihre Fußposition beobachten oder Objekte identifizieren, an denen sie sich festhalten können. Dies erhöht die Sicherheit während der VR-Nutzung, kann jedoch in manchen Fällen die Präsenz verringern..
Galerie:

Implementation Note
The awareness demos are implemented using Oculus library functions and require a Meta Quest 3 headset.
Sourcecode is available upon reasonable request via mailto:accessvr∂iar.kit.edu.
